Gründungsversammlung am 17. Februar 2006

 

Zur Gründungsversammlung mit Wahl der Vorstandschaft des „Fördervereins Fahrradmuseum Arnschwang e.V.“ trafen sich 13 Personen im Gasthaus Christl.

Oliver Lamecker konnte unter den erschienen Gästen vor allem 1. Bürgermeister Josef Mühlbauer, 2. Bürgermeister Hans Christl, Hans Hruschka und Dr. Roman Korschofsky begrüßen. Besondere Dankesworte richtete er an Bürgermeister Mühlbauer und Hans Hruschka, die bisher bei allen Aktivitäten große Unterstützungsbereitschaft und Engagement zeigten.

Im Anschluss ging er auf die Fragen - Wie es zu dem Projekt käme, warum ein Verein gegründet werden solle und warum der Ort Arnschwang dafür gewählt wurde- ein.

Mit einer mobilen Fahrradwerkstatt, der einzigen in Bayern, habe man begonnen. Viele Einsätze im weiten Umfeld gab es zu bewältigen. Mit einem Bus und einem Anhänger, einer kompletten Werkstatt, machte man sich auf den Weg  und reparierte Fahrräder. Sogar ins Technikzentrum des Deutschen Museums in München wurde man mehrmals gerufen. In diesem Jahr werden bis an die 17 Einsätze bis zum Jahresende durchgeführt werden.

Bei allen Aktionen, insbesondere bei Fahrradbasaren blieben Fahrräder, die niemand kaufen wollte, übrig. Man begann diese Räder zu säubern und Informationen über die Ausstattung einzuholen. Dabei konnte man Erstaunliches in Erfahrung bringen. Die Geschichte bietet allein für den Landkreis Cham eine unbändige Fülle rund ums Rad und seine Besitzer. Der Gedanke eines Museums war geboren. Als geeigneter Ort dafür wurde nach langer Suche das alte Dorfwirtshaus in Arnschwang gefunden. Der Ort liege zudem genau in der Mitte des internationalen Radweges Regensburg – Pilsen – Prag. Mit einem schlüssigen Konzept wolle man Erfolg haben. Als geplanten Aufbau nannte Oliver Lamecker ein Fahrradmuseum mit verschiedenen Abteilungen rund ums Rad, der Fahrradwerkstatt der Verkehrswacht Furth i. Wald für Schulungszwecke, einem Museumsshop, Radlwirtschaft, Fahrrad – Service Station, Fahrradverleih durch die Verkehrswacht, Serviceabteilung für Schülerlotsenausflugszentrum. Ansprechpartner sollten auch Schulklassen sein.

Den Anwesenden stellte er durch eine Powerpoint-Präsentation Satzung, Geschäftsordnung und den Aufbau des Museums mit Eintrittspreisen sowie Mitgliedsbeiträgen vor. Zweck des Fördervereins sei die Förderung und Pflege der Fahrradkultur, insbesondere die Erforschung, Dokumentierung und Verbreitung der Entwicklungsgeschichte des Fahrrades, der Fahrradindustrie, des Radfahrens und deren Auswirkungen. Außerdem unterstütze der Verein das Sammeln von hiermit im Zusammenhang stehenden Objekten, Belegen und anderen Dingen sowie deren Erhaltung und Präsentation.

 

Aufgaben des Vereins seien:

Dokumentation der Fahrradgeschichte
Ausstellungen zum Thema Fahrradkultur/Gesellschaft, insbesondere im Landkreis Cham und in der Umgebung Domazlice
Radsportentwicklungen und – veranstaltungen im Einzugsgebiet
Darstellung der technischen Entwicklungsgeschichte mit Einblicken in die Technik und die Herstellung
Ausstellung von Fahrrädern verschiedener Hersteller / Marken
Unterstützung der Restaurierung / Reparatur von Fahrrädern in der Werkstatt der Verkehrswacht Furth i. Wald
Durchführung von Ausstellungen in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museum München
Organisation von Treffen historischer Fahrräder
Betrieb eines Museumsladens zum Zweck des Betriebes des Museums
Veranstaltung von Seminaren und Workshops rund ums Fahrrad

 

Zur Dokumentation der Fahrradgeschichte gehöre das Sammeln und Bewahren von Objekten und Belegen. Das Sammeln sei nicht nur Aufgabe des Vereins, sonder zugleich Hobby und fahrradhistorische Dokumentation der Mitglieder. Aufgabe des Vereins sei die finanzielle Grundlage für das Fahrradmuseum zu erwirtschaften, die Ausstellungen zu aktualisieren und zu erweitern sowie einem breiten Interessentenspektrum öffentlich zugänglich zu machen.

Bürgermeister Josef Mühlbauer der im Namen der Gemeinde Grüße übermittelte, bezeichnete das geplante Projekt als eine hervorragende Idee, die in einem historischen Gebäude verwirklicht werden solle. Er wünschte dazu ein gutes Gelingen und dem Verein alles Gute für die Zukunft. Selbstverständlich werde die Gemeinde Mitglied des Vereins werden.